In ländlicher, ruhiger Umgebung, Taunus Höhenlage, 7 km von von Bad Ems entfernt. Sehenswertes: Gruft des Freiherrn von und zum Stein, geb. 26.10.1757 in Nassau, gest. 29.06.1831 Schloß Cappenberg (Westfalen), großer Reformer und bekannter Staatsmann; Besichtigung möglich.

Gut gekennzeichnete Wanderwege, z.B. durch das wildromantische Schweizertal nach Miellen an der Lahn.

Die auf den Taunushöhen über der Lahn gelegene Gemeinde Frücht greift mit ihrem Gemeindewappen, das sie seit 1983 führt, mit dem Nassauischen Löwen und der fünfblättrigen Rose der Herrschaft vom Stein ihre jahrhundertealte Geschichte auf. Während Frücht von jeher eine ausgeprägte Landwirtschaft besaß, verfügt die Gemeinde bis heute nur über wenig Gewerbe. Das trägt dazu bei, dass auch Frücht von rückläufigen Steuereinnahmen betroffen ist. Dennoch stellt sich die finanzielle Situation aufgrund der Kapitalrücklagen relativ gut dar.

 

In den vergangenen 25 Jahren erfuhr Frücht einen regelrechten Bauboom. Durch die Erschließung neuer Baugebiete konnte die Gemeinde der regen Nachfrage junger Leute nach dem Wohnen in landschaftlich reizvoller Lage bei gleichzeitiger Stadtnähe gerecht werden. Eine starke Neubauphase begann Anfang der 70er Jahre, 1974 wurde das Neubaugebiet "Am Hofacker" erschlossen. Es folgte der Bebauungsplan "Lehnacker"; im Gebiet "In den Wiesen / Vordertal" wurden die Straßen "Grummetwiese", "Im Vogelsang" und der "Mühlenweg" neu angelegt. Unter Berücksichtigung eines Dorferneuerungsplanes konnte Frücht behutsam ausgebaut werden.Die 1962-1963 neu erbaute Früchter Schule wurde 1973 zum Kindergarten umgebaut. Die evangelische Kirchengemeinde übernahm die Trägerschaft des von Kindern aus Frücht und der Nachbargemeinde Becheln genutzten Kindergartens. Die 

 

Die "Alte Schule" wurde verkauft, der Friedhof wurde erweitert und 1977 ein neuer Dorfbrunnen gebaut.Das als Mehrzweckhalle ausgelegte Dorfgemeinschaftshaus in Frücht wurde nach zweijähriger Bauzeit 1980 eingeweiht. Ein erheblicher Anteil der Baukosten in Höhe von 500.000 DM konnte durch unentgeltliche Eigenleistung und durch Spenden der Einwohner aufgebracht werden. In der Nachbarschaft der Halle entstand 1989 eine Tennisanlage, hinzu kamen eine Leichtathletikanlage und ein Bolzplatz.