In der letzten Zeit mehren sich die Beschwerden darüber, dass die Feldwege in der Gemarkung durch das Befahren mit Motorrädern, Squads, Geländefahrzeugen und Traktoren beschädigt werden. Die betreffenden Halter strapazieren die Wege offenbar ohne Rücksicht auf etwaige Schäden, die von der Gemeinde aufwendig repariert werden müssen, da die Verursacher meist nicht greifbar sind.
Dies gibt mir Veranlassung auf die Regeln unserer Feldwegesatzung hinzuweisen. Danach dienen die Wege ausschließlich der Bewirtschaftung der land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücke. Daneben ist nur die Benutzung als Fußweg erlaubt. Die Benutzung als Motorrad- oder Squadpiste ist daher unzulässig. Unzulässig ist auch das Befahren der Feldwege, wenn dies aufgrund ihres jahreszeitlich bedingten Zustandes – etwa wenn sie nach starken Regenfällen durchnässt sind – zu erheblichen Schäden führen kann. Wer gegen diese Bestimmungen verstößt, handelt ordnungswidrig und kann mit einer Geldbuße bis zu 500,-- EUR belegt werden. Ich bitte daher, diese Regeln zu beachten.

Dieter Hahn, Ortsbürgermeister

Wie sich inzwischen herumgesprochen haben dürfte, hat der Verbandsgemeinderat in seiner letzten Sitzung den Antrag der Gemeinde, im Rahmen der 5. Fortschreibung des Flächennutzungsplans im Bereich des Hohen Malbergs eine Vorrangfläche für Windenergieanlagen auszuweisen, abgelehnt. Lediglich in der Gemarkung Kemmenau wurde ein entsprechendes Vorranggebiet ausgewiesen.

Es ist dies ein herber Rückschlag für die Bemühungen der Gemeinde, für Frücht eine Zukunftsperspektive zu erarbeiten. Der Bau der Windenergieanlagen hätte eine solche geboten. Mit Nachdruck war der Standpunkt der breiten Mehrheit des Gemeinderats, die Voraussetzungen für die Errichtung von 3 Windrädern im Bereich des Malbergs zu schaffen, auch vor den Entscheidungsgremien vertreten worden. Letztlich hat sich der Verbandsgemeinderat jedoch über die Früchter Interessen hinweggesetzt, da seiner Meinung nach das Landschaftsbild vor einer wesentlichen Beeinträchtigung bewahrt werden müsse und die Kurfunktion der Stadt Bad Ems nur entwickelt werden könne, wenn die Windkraftanlagen nicht wesentlich die „Kurlandschaft" prägten.

Ich halte diese Begründung nicht für überzeugend. 3 Windräder, die zudem vom Bad Emser Lahntal aus erwiesenermaßen nicht zu sehen sind, hätten keinen Kurgast davon abgehalten, nach Bad Ems zu kommen. Viel wichtiger wäre es gewesen, den Fokus nicht derart eng und ängstlich auf Bad Ems zu legen sondern auch die Entwicklung des Umlandes im Auge zu behalten und zu fördern, denn auch dieses trägt zum Erscheinungsbild einer Kurstadt im weiteren Sinne bei. Entwicklung in diesem Bereich setzt aber eine solide wirtschaftliche Basis voraus, die derzeit jedenfalls in Frücht nicht vorhanden ist und zu deren Schaffung die Windräder beigetragen hätten.

Man wird jetzt abwarten müssen, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Da es um vitale Früchter Interessen geht, bin ich mir sicher, dass der Gemeinderat das Thema bei geeigneter Gelegenheit wieder aufgreifen wird.

Dieter Hahn, Ortsbürgermeister

 

Urkunden von Wirtschaftsministerin Eveline Lemke für Fleischereifachgeschäft Esch-Bertram in Frücht
Der Fleischermeister Günter Bertram nahm die Urkunde der sogenannten Freiwilligen Selbstkontrolle-Wettbewerb der regionalen Produkte in Rheinland-Pfalz des Fleischerverbandes Rheinland-Rheinhessen persönlich aus den Händen von Wirtschaftsministerin Eveline Lemke entgegen. Sie war eigens nach Koblenz gekommen um auf der Verleihungsveranstaltung am 24. November 2013 im Zentrum für Ernährung und Gesundheit bei der Handwerkskammer Koblenz die Urkunden an die teilnehmenden Betriebe zu überreichen. Dabei lobte sie die Initiative der rheinland-pfälzischen Fleischer, sich eigenen Qualitätskontrollen zu unterwerfen.

GünterEveline Lemke; Günter Bertram

Auch für den Fleischermeister Günter Bertram, der das Fleischfachgeschäft Esch-Bertram in Frücht im Jahr 2001 übernahm, ist es eine besondere Ehre, vor allem aber Anerkennung seines Bestrebens nach Spitzenqualität. "Wir wollen bei der Produktion unserer Wurstwaren alles richtig machen. Deswegen achten wir schon bei der Auswahl der Rohmaterialen auf beste Qualität". Um aber ganz sicher zu sein, nimmt er regelmäßig an den neutralen Kontrollen des Fleischerverbandes Rheinland-Rheinhessen teil."Hier wird kritisch, aber fair geprüft" urteilt der 50-jähriger Betriebsinhaber.
Die freiwillige Selbstkontrolle wurde im Jahr 1969 von den Fleischermeistern aus Rheinland- Rheinhessen ins Leben gerufen. Bei der sensorischen Kontrolle werden äußerer Zustand, Aussehen, Konsistenz sowie Geruch und Geschmack der handwerklich hergestellten Produkte überprüft. In diesem Jahr wurde zum ersten Mal die Freiwillige Selbstkontrolle erweitert um den Wettbewerb der regionalen Produkte in Rheinland-Pfalz und die eingereichten Produkte bei entsprechender Bewertung mit GOLD, SILBER, BRONZE ausgezeichnet.164 Teilnehmer haben sich mit 701 Produkten in dem Wettbewerb gemessen. Alle drei eingereichten Produkte der Fleischerei Esch-Bertram wurden mit GOLD ausgezeichnet.

Liebe Früchter Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich wünsche Ihnen, auch im Namen des Gemeinderates, frohe und gesegnete Weihnachtsfeiertage und viel Glück, Gesundheit und Erfolg im Neuen Jahr. Möge in der Adventszeit und zwischen den Jahren ein wenig Ruhe einkehren und der Alltag in den Hintergrund treten, damit man die Zäsur, die mit jedem Jahreswechsel verbunden ist, wahrnimmt, sich mit den Ereignissen des zu Ende gehenden Jahres auseinandersetzen und sich bewusst auf dasjenige, was das Neue Jahr mit sich bringen könnte, einstellen kann.

Im Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr positiv zu erwähnen ist zunächst das Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Frücht, die am 15. Juni ihr 75-jähriges Bestehen feierte. Dies war neben der Pfingstkirmes der eigentliche Höhepunkt des Jahres. Mit großem persönlichen Engagement haben die Mitglieder der Feuerwehr zunächst das Festprogramm und sonntags den VG Feuerwehrtag gestaltet. Vor allem der Sonntag bot mit seinen attraktiven Vorführungen den zahlreichen Besuchern einen guten Einblick in die vielfältigen und anspruchsvollen Aufgaben der Feuerwehr. Es wurde deutlich, wie wichtig eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Feuerwehr ist. Interessierten jungen Menschen wird dort eine fundierte Ausbildung geboten. Sie sind herzlich eigeladen, sich dort zu engagieren.

Ansonsten wurde in diesem Jahr vieles auf den Weg gebracht, konnte aber nur teilweise abgeschlossen werden. Umgesetzt werden konnten z.B. der neue Anstrich des Dorfgemeinschaftshauses, die Verbesserung des Parkplatzes am Kindergarten, die im Zuge der Beseitigung eines Wasserschadens im DGH erforderlich wurde und die Aufbringung eines neuen Fliesenbelages auf der Treppe zum Kindergarten. In den letzten Novembertagen haben zudem Mitglieder der Arbeitsgruppe Landschaftsgestaltung die Kirschbäume am Eingang des Schweizertals durchforstet und kranke bzw. abgestorbene Bäume durch Neupflanzungen ersetzt.

Andere Projekte sind noch in der Entscheidungsphase. Dies gilt vor allem für die für Frücht sehr wichtige Frage, ob bei der Fortschreibung des Flächennutzungsplans der Verbandsgemeinde Bad Ems im Bereich des Hohen Malbergs für Frücht eine Vorrangfläche für Windenergieanlagen ausgewiesen wird. Wie hier weiter verfahren wird, ist noch offen und wird voraussichtlich Anfang 2014 entschieden.

Im Übrigen war im zu Ende gehenden Jahr angesichts des Haushaltsdefizits Sparsamkeit angesagt. Hierunter hat auch die Gemeindearbeit gelitten, die stundenmäßig zurückgefahren werden musste. Dennoch haben alle hieran Beteiligten sehr gute Arbeit geleistet.

Allen, die sich im Laufe des Jahres für Frücht engagiert und bei den verschiedenen Gelegenheiten mitgeholfen haben, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken oder der Gemeinde praktische Hilfe geleistet haben, sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt. In dieser Hilfe und Unterstützung zeigt sich die Verantwortung jedes Einzelnen für unser schönes Dorf.

Um das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen, veranstaltet die Gemeinde wie in den vergangenen Jahren

am 31. Dezember 2013

auf dem Lindenplatz wieder einen

Jahresausklang.

Von 14.30 bis 17.00 Uhr werden gegen geringes Entgelt Glühwein und Kinderpunsch ausgeschenkt.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind hierzu ganz herzlich eingeladen.

Ich wünsche Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes, friedliches Jahr 2014.
Ihr

U D Hahn

Dieter Hahn, Ortsbürgermeister