Es ist an der Zeit, wieder einmal über die wesentlichen Entwicklungen in der Gemeinde zu berichten:

K 67 nach Friedrichssegen:
Nachdem ich aufgrund der wiederholten bisherigen Zusicherungen immer davon ausgegangen bin, dass spätestens Ende 2013 mit den Ausbau der Straße nach Friedrichssegen begonnen wird und diese Information auch so weitergegeben habe, mußte ich jetzt vom Landesbetrieb Mobilität erfahren, dass damit noch nicht zu rechnen ist. Voraussichtlich sei man Ende 2013 so weit, dass man das Planfeststellungsverfahren einleiten könne. Dieses könne sich dann 1 Jahr hinziehen....
Dass dies für die Gemeinde angesichts des Zustandes der Kreisstraße in keiner Weise akzeptabel ist, habe ich umgehend und nachdrücklich dem Kreis gegenüber klargestellt. Ich habe darauf hingewiesen, dass die Straße wegen des tief ausgewaschenen Randstreifens und der an den Rändern wegbrechenden Fahrbahn nicht mehr verkehrssicher ist und dass diese Schäden schon mehrere Verkehrsunfälle verursacht haben. Auch habe ich moniert, dass seit Monaten nichts mehr an der Straße gemacht wird. Wenn sich der Ausbau tatsächlich aus unabwendbaren Gründen hinauszögern sollte, ist für die Zeit bis dahin zumindest eine nachhaltige Reparatur der Straße erforderlich.
Über das Ergebnis meiner Bemühungen werde ich zu gegebener Zeit berichten.

Haushalt:
Es ist bekannt, dass der Haushalt der Gemeinde seit einigen Jahren im Wesentlichen infolge des Rückgangs der Einnahmen defizitär ist. Wir hatten in den letzten Jahren ein durchschnittliches jährliches Defizit von 50.000 €. Durch Sparsamkeit in den Ausgaben und das Bemühen, die Einnahmen der Gemeinde jedenfalls auf dem gegenwärtigen Stand zu halten, versucht der Gemeinderat, die Lage zu verbessern. Aber das ist nicht einfach. Beispiel Dorfgemeinschaftshaus: Es belastet den Gemeindehaushalt mit jährlich durchschnittlich rund 18.000 EUR (einschließlich Abschreibungen) – und dieser Betrag wird noch steigen, da die Halle jetzt über 30 Jahre steht und in immer größerem Umfang Reparaturen anfallen: Der Außenanstrich wird zur Zeit erneuert; der Bühnenvorhang musste repariert und mit neuen Sicherheitsvorrichtungen versehen werden; durch eine Außenwand des Heizölraums dringt Wasser ein, so dass diese saniert werden muss; die Sanitäreinrichtung ist renovierungsbedürftig. Gespart wird u.a. bei der Gemeindearbeit. Unser früherer Gemeindearbeiter, der 28 Stunden pro Woche für die Gemeinde gearbeitet hat, ist seit Ende März nicht mehr für uns tätig. Gegenwärtig beschäftigt die Gemeinde 2 Arbeitnehmer mit jeweils 9 Stunden in der Woche. Dass diese in ihrer insgesamt 10 Stunden kürzeren Arbeitszeit nicht das gleiche Pensum schaffen können, liegt auf der Hand. Der Pflegezustand der öffentlichen Flächen wird darunter leiden. Unsere Erwartungen werden wir da etwas zurückschrauben müssen.
Einen Lichtblick für die Finanzen bietet allerdings die angestrebte Verpachtung einer Fläche für die Errichtung einer Windkraftanlage im Bereich des Malbergs. Die Kriterien, die bei der Errichtung der Anlagen maßgeblich sind, entwickeln sich günstig für die Gemeinde. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg.

Aufhebung der Widmung einiger Feldwege:
Die Gemeinde hat schon vor geraumer Zeit die Aufhebung der Widmung einiger Feldwege eingeleitet, damit diese an Graf v. Kanitz verpachtet werden können und die Gemeinde im Gegenzug diejenigen Geländestreifen von der gräflichen Verwaltung anpachten kann, auf denen voriges Jahr die Baumpflanzungen erfolgt sind. Gegenwärtig gehören diese Geländestreifen noch zum Pachtland der landwirtschaftlichen Pächter, die auch die entsprechende Pacht zahlen, was ihnen natürlich auf Dauer nicht zugemutet werden kann. Die Aufhebung der Widmung der Feldwege verzögert sich jedoch, da die untere Naturschutzbehörde meint, dafür Ausgleichsflächen fordern zu können. Wir sind anderer Auffassung und haben gegen die abschlägige Entscheidung Widerspruch eingelegt. Die Entscheidung lässt auf sich warten...

Kindergarten:
Ab 1. August haben Kinder ab Vollendung des 1. Lebensjahres einen Anspruch auf einen Kita-Platz. Diese gesetzliche Bestimmung war Anlass für Überlegungen aller für den Kindergarten Frücht/Becheln verantwortlichen Personen, wie dieser gesetzliche Anspruch bei uns umgesetzt werden kann. In Betracht gezogen wurde die Einrichtung einer offiziellen dritten Gruppe mit kleiner Altersmischung (7 Kinder unter 3 Jahre, 8 Kinder über 3 Jahre). Dazu wären ein zusätzlicher Ruheraum und ein zusätzlicher Wickelplatz sowie 1,75 neue Fachkräfte erforderlich gewesen. Da sich die Ev. Kirche an diesen zusätzlichen Kosten nicht beteiligt, wären auf die Gemeinden Frücht und Becheln Mehrkosten von jährlich jeweils etwa 10.000 EUR zugekommen. Da bisher aber noch keine Anmeldung für diesen Bereich vorliegt, die Auslastung der Gruppe also sehr fraglich ist, wurde jedenfalls vorläufig von der Einrichtung dieser Gruppe Abstand genommen, so dass der Kindergarten einstweilen wie bisher weiter betrieben wird. Falls im Laufe des Kindergartenjahres ein Bedarfsfall auftreten sollte, soll versucht werden, diesen ggf. über die Vermittlung einer Tagesmutter zu lösen. Im Übrigen sollen in Zukunft keine Kinder mehr aufgenommen werden, die nicht aus Frücht oder Becheln kommen, um so Platz für die sich erhöhende Zahl hiesiger Kinder zu schaffen.

Homepage:
Unsere hervorragend gestaltete und gepflegte Homepage www.fruecht.info wird sehr gut angenommen und häufig besucht. Die Früchter Gewerbetreibenden sind jedoch noch immer unzureichend vertreten. Ich möchte daher nochmals darauf hinweisen, dass sie kostenlos für Werbezwecke zur Verfügung steht. Übersenden Sie Ihren Werbetext einfach per E-Mail.

Dieter Hahn, Ortsbürgermeister